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Was ist dann der Unterschied zwischen Mann und Frau? Die ganze Schöpfung und alles, was darin enthalten ist. Der Mann ist die Sonne und die Frau der Mond. Der Mann ist alles, was aktiv, aggressiv und emanativ ist; die Frau ist alles, was passiv, rezeptiv und emanierend ist. So wie der Mond die Sonne widerspiegelt und seine Bestimmung ohne ihn nicht erfüllen kann, so spiegelt die Frau den Mann wider und kann ihre Pflicht ohne ihn nicht erfüllen. Und doch wäre der Mann ohne die Frau umso ärmer, denn so wie die Nacht in Abwesenheit des Mondes verarmt wäre und der Glanz der Mittagssonne in Abwesenheit ihres Kontrasts gemindert würde, so würde der Mann ohne die Frau, obwohl er auch ohne sie noch auf eigenen Füßen stehen würde, so wie die Sonne nicht vom Mond für sein Licht abhängt, sich auf eine Weise leer fühlen, die mit Worten nicht auszudrücken ist, denn obwohl der Mann für Gott gemacht wurde, wurde die Frau für den Mann gemacht, und obwohl sie in einer Beziehung zu ihm stehen muss und nicht er in einer Beziehung zu ihr, vollendet sie ihn auf eine Weise, die nur in den Worten des Gottes ausgedrückt werden kann, der mit dem ersten Menschen im Garten wandelte und dennoch Adam, der mit dem Herrn Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde, von Angesicht zu Angesicht sprach, „allein“ nannte. Es wäre nicht recht, Gott ohne Seine Schöpfung als ‚unvollständig‘ zu bezeichnen, und doch machte Gott in Seiner Natur die Schöpfung unvermeidlich, so erkannte auch Gott in Seiner unendlichen Weisheit und Güte, dass der Mensch, der nach dem Bild und Gleichnis Gottes gemacht wurde und hinsichtlich des Sohnes an Seinem Fleisch und Blut teilhat, nicht vollständig so sein würde, wie er sein sollte, ohne sowohl eine Schöpfung unter sich – denn Gott stellte ihn an die Spitze und krönte ihn zum Abbild und Verwalter – als auch eine Frau an seiner Seite, nicht als seine Konkurrentin oder Seinesgleichen, sondern als sein höchst geschätztes Eigentum, das eifersüchtig zu bewachen ist, so wie Gott eifersüchtig auf Seine Verehrung ist, denn sie ist Fleisch von seinem Fleisch und Knochen von seinen Knochen, eigens und ausschließlich für ihn gemacht von dem Gott, dessen Gaben immer vollkommen sind, und das Mittel, durch das der Mann nicht nur seine Welt, sondern auch die Zukunft aufbaut.

Es ist nur ein Wahnsinniger oder ein Unhold, der ein solch großes Geschenk schmälern oder herabwürdigen oder sie verwerfen würde, weil sie nicht ist, was sie nicht ist. Zwischen Mann und Frau hinsichtlich ihrer Naturen besteht ein unüberbrückbarer Abgrund, aber hinsichtlich ihrer Gestaltung und ihrer Teleologie findet man eine andere Art von Unendlichkeit — die Asymptote —, denn obwohl die Frau sich hier in der Zeit und dort in der Ewigkeit dem Mann immer näher annähern wird, werden die beiden niemals zu einem einzigen verschmelzen — er muss das Bollwerk, das unveränderliche und unveränderbare Fundament bleiben, und sie muss sich immer näher annähern, ihre Bestimmung und ihre Pflicht erfüllend. In der Vollkommenheit der Beziehung zwischen Mann und Frau findet man die Typologie der Beziehung des Menschen zu Gott, und nur eine besondere Art von Narr würde versuchen, Typus und Antitypus darin zu entwirren. Die Frau ist nicht der Höhepunkt der Schöpfung, denn Gott stellte den Mann in diese Position, aber sie ist das einzige, was Er schuf, nachdem Er den Höhepunkt geschaffen hatte — sie war Ihm wichtig genug, denn Er wusste, dass sie für den Mann wesentlich war, dass Er mit dem Kairos statt einer Art nacktem Chronos vorging, sie gleichsam fast außer der Reihe schuf, als wolle Er ihre Position betonen, geschaffen nicht zur rechten Zeit innerhalb der Struktur der Schöpfungstage, sondern ‚außer der Zeit‘ oder sogar ‚außer der Ordnung‘ als dem Mann untergeordnet und innig mit ihm verbunden. Was für Narren wir sind, dass wir ein solch großes Geschenk nicht erkennen, und was für eine Närrin sie ist, dass sie sich gegen das sträubt, was sie allzu oft als eine Position sklavischer Unterordnung wahrnimmt statt als ehrenvolle Unterordnung.